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Ich war noch niemals in New York
Udo Jürgens wird 1934 als Jürgen Udo Bockelmann in Österreich geboren. Er studiert Klavier, Harmonielehre, Komposition und Gesang. 1964 nimmt er zum ersten Mal bei Europas größter Musikshow, Grand Prix Eurovision, teil und belegt den 5. Platz. Im nächsten Jahr tritt er noch einmal an und wird auf den 4. Platz gewählt. Als er zum dritten Mal teilnimmt gewinnt er mit dem Titel „Merci Cherie“ und landet so einen Welthit.
Udo Jürgens
Er verfasst eigene Bücher und gründet die Udo Jürgens Stiftung. Unter der Regie von Carline Brouwer und Christian Struppeck, der zusammen mit Gabriel Barylli das Drehbuch schrieb, entsteht ein Musical mit den 23 größten Udo Jürgens-Hits.
Am 2.Dezember 2007 feiert das Musical Weltpremiere im TUI-Operettenhaus in Hamburg. Im Herbst 2010 ist das 38-köpfige Ensemble dann auch in Stuttgart zu sehen.
Story
„Ich war noch niemals in New York“ erzählt die Geschichte der sehr ehrgeizigen, erfolgreichen aber auch karrierefixierten Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg. Für ihre verwitwete Mutter Maria hat sie wegen der Arbeit nur wenig Zeit. Diese fühlt sich deswegen einsam und möchte nicht im Altersheim bleiben. Zusammen mit ihrer großen Liebe Otto Staudach, den sie im Heim kennen lernte, schmiedet Maria Pläne. Otto möchte seiner Maria ihren Lebenswunsch erfüllen. Sie will einmal nach Amerika und ihn unter der Freiheitsstatue heiraten! Sie verlassen heimlich das Heim und buchen eine Fahrt mit dem Kreuzfahrtschiff. Als Lisa davon erfährt, nimmt sie mit Ottos Sohn Axel und dessen zwölfjährigem Sprössling Florian die Verfolgung auf.
Sie muss auf ihren einzigen Lebensinhalt verzichten, die Arbeit, obwohl die Verleihung des ersehnten Fernsehpreises so kurz bevorsteht. Und sie muss sich fragen was im Leben wirklich zählt.
Inszenierung
Der Wechsel zwischen Theater, Gesang und Tanz passt immer und wirkt selbst in romantischen oder traurigen Szenen nicht kitschig und aufgesetzt. Lieder wie „Griechischer Wein“, „Mit 66 Jahren“, „Ich war noch niemals in New York“, „Aber bitte mit Sahne“, „Vielen Dank für die Blumen“, „17 Jahr blondes Haar“ und viele andere werden von einem live Orchester begleitet. Die Choreografien füllen
die ganze Bühne. Mir scheint die Handlung etwas oberflächlich, doch starke Charaktere mit Humor, rasante Verfolgungsjagden, und so mancher witziger Schlagabtausch sorgen für Abwechslung Alltägliche Situationen wie der starke Dialekt einer Altenpflegerin oder ein kaputtes Navi lassen das Stück kurzweilig erscheinen. Das Bühnenbild verändert sich ständig und, egal ob Hochzeitssuite oder an Deck, man sieht die Liebe zum Detail. Auch die Kostüme sind aufwändig und farbenfroh. Das Maskenbild war gut, nur die Mikros waren auf der Stirn der Schauspieler schlecht platziert. Gut kaschiert zwar, aber für die ersten sieben Reihen sichtbar. Endtäuschend fand ich auch die Minderheit Jugendlicher und junger Erwachsener im Publikum. Die älteren Generationen hatten jedoch Spaß: So manche Zuschauerin wurde von Udo Jürgens Liedern mitgerissen und sang aus voller Kehle mit...
Oberes Foto von "Lisa Eickmann" / www.jugendfotos.de





