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„Ich bin immer verrückt nach Basketball“

BLITZ! führte mit dem Vizekapitän des Basketball-Bundesligisten EnBW Ludwigsburg ein Interview: Pünktlich um 17 Uhr kam David McCray, Kaugummi kauend in Sweatshirt und Jogginghose, zur Arena Ludwigsburg geschlendert, um unsere Fragen zu beantworten.
BLITZ!: Wann hielten Sie zum ersten Mal einen Basketball in der Hand?
David McCray (25): Sehr, sehr, sehr früh, ungefähr mit 6 Jahren. Mein Vater ist Amerikaner, meine Mutter ist Deutsche und da habe ich immer ein bisschen Fußball und Basketball gespielt.
Was gefällt Ihnen am meisten am Basketball, im Vergleich zum Fußball?
Die Spannung! Es bleibt bis zur letzten Sekunde spannend. Es gibt Spiele, da wechselt die Führung bis zu 40 Mal. Das wissen viele Leute gar nicht.
Was ist der Unterschied zwischen der NBA und Basketball in Europa?
Es ist finanziell ein Unterschied zwischen USA und Europa. In Amerika, Spanien und Griechenland ist der Sport viel populärer. Aber Deutschland zieht jetzt auch nach. Es gibt viele Spieler, die z.B. in der NBA gespielt haben, dann aber nicht mehr gut genug waren und nach Europa gekommen sind, um hier zu spielen.
Reicht das Geld, das Sie verdienen, um gut davon zu leben?
Ach! Ganz locker! Ich spiele viel Basketball und sonst liege ich im Bett und schlafe.
Ist es schwierig, in die 1. Nationalmannschaft zu kommen?
Es ist schwierig, aber man kann es auf jeden Fall schaffen. Es gibt einen Trainer, der entscheiden darf, ob er dich mag und dich einlädt, oder nicht. Aber ich schaff esirgendwann schon.
Haben Sie irgendwelche Gewohnheiten vor dem Spiel?
Also meistens haben wir immer morgens lockeres Wurftraining. Danach gehe ich nach Hause und esse nur Nudeln ohne Fleisch. Nach einer Stunde Schlaf mache ich mir einen Eiweißshake, trinke den und fahre zur Halle. Als erstes mache ich meinen rechten Schuh zu, dann meinen linken. Auf dem Weg zum Spielfeld ziehe ich mein Shirt an und gehe in die Halle.
Was würden Sie einem Teenager raten, wenn er jetzt mit Basketball anfangen will?
Er soll auf jeden Fall hart trainieren, wenn er Spaß daran hat. Ich hatte immer Spaß daran. Ich bin immer verrückt nach Basketball. Ich bin mit einem Ball früher dribbelnd in die Schule gelaufen. Ich hab so viele Bälle von meinen Lehrern abgenommen bekommen, weil ich im Schulfoyer immer den Ball auf den Boden geprellt habe. Meine Mutter hat mir immer gesagt, ich soll ihn mir zurückholen. Aber das war mir egal, weil ich mir immer einen Neuen geholt habe. Ich habe immer mit ganzem Herzen Basketball gespielt.
Was erhoffen Sie sich von der Zukunft?
So lange wie möglich Basketball spielen. Und dann will ich Trainer werden!
Vielen Dank für das Interview.





