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Bundespräsident in der Kritik
Der Bundespräsident ist in der Bredouille: Nach der Kritik an Wulff wegen eines Privatkredits, mit dem er sich während seiner Zeit als Ministerpräsident sein Einfamilienhaus finanziert hat, geriet er durch eine Nachricht auf der Mailbox des BILD- Chefredakteurs noch weiter in Schwierigkeiten.
In den letzten Wochen gab es über kaum einen Politiker soviel negative Berichterstattung wie über Christian Wulff. Der Nachfolger des zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler war bis zu den Enthüllungen rund um seinen Privatkredit ein Staatsoberhaupt, an den man sich nach seiner denkwürdigen Wahl gerade eben so gewöhnt hatte. Doch jetzt werden Forderungen nach einem Rücktritt laut. Der Bundespräsident, der eher ein moralisches Vorbild als eine politische Führungsfigur sein sollte, hat sich aber vor allem durch die ihm vorgeworfene versuchte Einflussnahme auf die Berichterstattung der BILD Zeitung angreifbar gemacht.
Wie lange er sich noch im Amt halten kann, bleibt abzuwarten. Wulff selbst will im Amt bleiben und betont immer wieder, dass er seinen Arbeitsalltag fortführen und nach vorne blicken wolle.
Doch gehen viele davon aus, dass er das Jahr nicht als Bundespräsident beenden wird. Die krisengeschüttelte CDU und ihr Koalitionspartner FDP werden ihn irgendwann nicht mehr unterstützen können und das sinkende Schiff verlassen. Abschließend muss man sagen, dass Christian Wulff ein Bundespräsident auf Abruf ist.
Foto: Pujanak / Wikimedia Teaser: Rainer Sturm / pixelio.de





