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02. Januar 2012

Gefangen im Netz

Geschrieben von Jan Elm

Du nimmst dir vor, nur mal kurz deine Mails checken, und ehe du dich versiehst sind schon zwei Stunden vergangen! Kennst du diese Situation?

Das Internet ist aus der heutigen Zeit kaum mehr weg zu denken. Natürlich bietet das Internet viele Möglichkeiten, doch es lauern ebenso viele Gefahren. Immer mehr Menschen verfallen der Onlinesucht, insbesondere Jugendliche.

Fast alle Schüler sind täglich online. Das Ziel vieler Jugendlicher ist, immer kommunikativ erreichbar zu sein und ständigen Kontakt zu seinen Freunden zu halten. Dieses Ziel erreichen sie durch die Sozialen Netzwerke.

Die Zahl der Süchtigen ist schwer zu bestimmen. Schätzungen gehen davon aus, dass 2,5% der Jugendlichen süchtig sind. Diese Sucht zeigt sich insbesondere durch Aggressivität der Süchtigen, wenn sie zu ihrer „Droge“ keinen Zugang mehr haben. Auch wenn man sich gleich nach der Schule vor dem Monitor verdrückt oder davor isst, kann das schon ein Anzeichen für Onlinesucht sein.


Wie Onlinesucht zum Tod führen kann…

Erst ein Monat zuvor hatte die chinesischen Regierung die Behandlung mit Elektroschocks für Onlinesüchtige verboten. Doch für den 15-jährigen Deng Senshan aus China brachte dieses Verbot nichts.

Er zockte zwei Stunden am Tag. Grund genug, für seine Eltern ihn in eine der knapp 500 Online-Entzugs-Trainingscamps von China zu stecken.

14 Stunden nachdem seine Eltern ihren Sohn in dem Camp abgeliefert hatten, wurde der Vater über den Tod seines Sohnes informiert. Angeblich war er an einem schweren Fieberanfall gestorben. Doch der Vater fand schnell heraus, dass es ganz anders gewesen war. Der Junge weigerte sich zu marschieren, darauf schlugen mehrere „Pädagogen“ auf ihn ein und lieferten ihn danach in ein Krankenhaus, wo er dann verstarb.


Foto: Leon Billerbeck

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