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So wars auf den JMT: Lernen, Feiern, Flirten
Vor einer Woche stolperte BLITZ! Reporter Laurens noch mit Krücken durch die Welt. Jetzt hat er seine Verletzung fast auskuriert und machte die Jugendmedientage in Stuttgart unsicher. Im Ticker könnt ihr nachlesen, was Laurens auf den JMT alles so passiert ist. Von Verwirrung bis zum ersten Kuss auf der Party.
Donnerstag, 3.11
17:31 Ankunft in der Carl-Benz-Arena, dort erwartet mich eine 300-köpfige Schlange am Check-in.
18:42 Endlich. Ich bin vorne am Schalter angekommen und werde mit einem freundlichen Lächeln begrüßt, die begehrten Teilnehmerbändchen sind zum Greifen nah. Doch die charmante Dame am Empfang bemerkt, dass es ein Problem mit der Überweisung gab und verweist mich lächelnd auf die Schlange mit den Problemkindern.
18:52 Ich gönne mir erstmal ein paar 10cm Subs mit Rivella. Frisch gestärkt geht’s in die Schlange mit den Problemkindern.
20:03 Nach 152 Minuten hat das Warten ein Ende. Es stellt sich heraus, dass es sich um einen Systemfehler handelt und mit meiner Überweisung alles in bester Ordnung ist. Mit dem begehrten Teilnehmerbändchen platze ich in die Auftaktveranstaltung.
20:05 Die Chefredakteure der Stuttgarter Zeitung und des Spiegels labern über Journalismus. Zum Glück ist da noch Jan Böhmermann, der Moderator der LateLine auf der Bühne. Er bringt Schwung und Witz ins Gespräch ein.
22:03 Wir treffen Peter Pohlmann vom Vaihinger Blättle und dann werden erste Kontakte geknüft. Zum Beispiel Leonie Müller, sie ist gerade FSJlerin bei der Jugendpresse BW. Sehr nett! Mit gecharterten U-Bahnen und Bussen geht’s zum pennen Richtung Hegel-Gymnasium.
Freitag, 4.11
08:31 Nach einer kurzen Nacht in der Turnhalle geht’s zur Hochschule der Medien. Dort erwartet uns das Frühstück und die Erzählcafés.
14:00 Die Workshops starten, in meinem wird erstmal vier Stunden einschläfernde Theorie über Pressearbeit vermittelt.
19:00 Die Open-Night startet. Es gibt: Poertry Slam vom feinsten und selbst gedrehte Kurzfilme. Wem das nicht reicht, der kann auch Wii zocken.
Samstag, 5.11
20:46 Today it’s Partytime. Nach zwei interessanten Workshopeinheiten und einem Bewerbungstraining geht’s zur Partylocation. Die Location der legendären JMT-Party ist ungewöhnlich: In der Jugendkirche werden ansonsten Gottesdienste abgehalten.
21:12 Ich treffe in der Kirche ein. Auf der Bühne stehen „77 Bombay Street“ aus der Schweiz, sie rocken die Kirche.
23:12 Abgelöst werden sie von DJ Mirko von DASDING. Er bringt die Grabsteine vor der Kirche zum Wackeln. Mit House, Blackmusic und Hip-Hop erweckt er die Toten zum Leben. Unter den Blicken des Gekreuzigten tanzen die 500 schönsten Journalisten/innen aus Deutschland und aus dem Schweizerland ausgelassen zu den neuesten Beats.
Sonntag, 6.11.
01:24 Die Stimmung und der Alkoholgehalt im Blut steigt, alles bewegt sich mit dem Bass. Ich lerne auf der Tanzfläche drei attraktive Badenerinnen kennen.
02:32 Zeit für eine kleine Pause: Der DJ wechselt zu den Schrott der 90er, ich erkenne keinen Song mehr, 1999 war ich vier und wohnte noch in Berlin, das ist doch keine Musik für eine Party. Frustriert bestelle ich mir was an der Bar.
03:03 Nach sechs Stunden ist die Party für mich vorbei. Mit dem Bus geht‘s Heim zum Hegel-Gymnasium. Dort wird weitergefeiert. Die letzten Kästen werden geleert.
4:53 Ich philosophiere mit einem Teamer über Apple und Facebook. Das Ergebnis: Wir können beide Apple und Facebook nicht leiden. (Ein Viertel aller Teilnehmer sind im Besitz eines iPhones).
07:55 Mit einem Megafon werde ich sanft aus dem Schlaf gerissen.
12:31 Die Abschlussveranstaltung überstehe ich nur noch knapp im wachen Zustand. Danach schlafe ich erstmal ne Runde draußen im Sonenschein.
14:02 I’am coming Home. Als erstes suche ich mein Bett auf und penne sofort ein.
Abschluss-Fazit: Für mich als Stuttgart-Berliner war die Bekanntschaft mit einer attraktiven Berlinerin besonders erfreulich, die ick hier janz lieb Grüschen mag. Was genau auf der Party passiert ist, das wissen nur die, die dort waren. Tatsache ist, dass es für mich 2012 zu den Jugendmedientagen nach Hamburg geht. Wer weiß, was mich dort erwartet?
Fotos: STUGGI.TV, Malte Tiedemann, Matthias Hofner



